Zahlen und Gedankenspiele zum Flächenbedarf der Inklusiven Universitätsschule auf dem Heliosgelände
Schon bei der Auftaktveranstaltung am 01. Dezember 2011 wurde unter anderem von Seiten des Stadtplanungsamtes der Eindruck vermittelt, dass eine Schule/die Inklusive Universitätsschule Köln (IUS), nicht ausreichend Platz auf dem Heliosgelände finden würde. Weiterhin wurde auch in der Werkstätten immer wieder der Versuch unternommen, das Flächenargument gegen das Projekt der Inklusiven Universitätsschule auszuspielen.
Es mag inhaltliche Argumente für einen anderen zukünftigen Nutzungsschwerpunkt auf dem Heliosgelände geben (die selbstverständlich auch hier auf den Blog eingebracht werden können), aber das leidige Flächenargument kann nach der 1. Werkstatt als wiederlegt gelten. Auch bei dem als minimal notwendigem Flächenbedarf gibt es nun Einigkeit – so zumindest die Position aus der AG Bildung unter Mitwirkung des Stadtplanungsamtes, des Schuldezernats und der Universität.
Wir möchten Euch auffordern uns eure Meinung mitzuteilen. Welche Fragen zur Inklusiven Universitätsschule gibt es noch? Ist die Frage des Flächenbedarfs nun geklärt (oder zumindest klarer)? Wie seht Ihr die Perspektive und das Potential der IUS als Leuchtturmprojekt auf dem Heliosgelände? …
Faktencheck
Im folgenden sollen nun ein paar Fakten dargestellt und darüber hinaus ein wenig mit den Zahlen gespielt werden.
Herunterladen des Faktencheck Flächenbedarf als PDF-Dokument
Stadtplanungsamt
Informationen zur Auftaktveranstaltung im Dezember 2011

Informationen zur Auftaktveranstaltung im Dezember 2011 Abbildung aus der Präsentation (Folie 25) auf der Auftaktveranstaltung, als PDF auf der Website der Stadt Köln, Heliosforum
Flächen auf dem Heliosgelände
Alle folgende Flächenangabe in Quadratmetern.
| Gesamtfläche Heliosgelände | 40.000 | Anteil an Gesamtfläche |
| Grundfläche vorhandener Gebäude | 11.300 | 28% |
| Unbebaute Fläche | 28.700 | 72% |
| Brachgelände Gürtel /Vogelsanger Straße | 3.000 | 8% |
Flächenbedarf Schulgelände
Bezüglich der unterschiedlichen Angaben des Stadtplanungsamtes und des Schulverwaltungsamtes wurden auf den Werkstätten folgende Zahlen als abgestimmte Planungsgrundlage (Universität, Stadtplanungsamt, Schulverwaltungsamt) vermittelt.
| Schulgebäude Bruttogeschossfläche |
16.000 |
|||
| Aufgeteilt auf 4 Stockwerke zu je |
4.000 |
|||
| Schulhof (teils öffentlich nutzbar) |
5.500 |
|||
| 3-fach Sporthalle |
3.000 |
|||
| 1-fach Sporthalle |
1.000 |
|||
| Zuwege, Stellplätze, Sonstiges |
2.000 |
|||
| Anteil Gesamtfläche Heliosgelände |
Anteil Fläche derzeit unbebaut |
|||
|
Gesamtflächenbedarf minimal |
15.500 |
39% |
54% |
|
Ergibt eine Gesamtfläche – inklusive Bruttogeschossfläche des Gebäudes – von 27.500 Quadratmeter.
Flächenvariationen
Folgende Zahlen sind von keiner Stelle bestätigt oder autorisiert, sondern sollen nur als Gedankenspiele oder Rechenbeispiele und als Diskussionsbeitrag verstanden werden.
Zahlenspiel 1
Hierbei wird davon ausgegangen, dass der Schulhof zu einem großen Teil auch als öffentlicher Platz genutzt werden kann (4.500 Quadratmeter). Für die „kleinen“ Schülerinnen und Schüler muss ein geschlossener Bereich vorhanden bleiben (1.000 Quadratmeter). Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die Sporthalle „unter die Erde“ verlegt werden kann. Dafür soll es auch in Köln schon Beispiele geben. Varianten mit Sport- und Schulhofflächen auf dem Dach könnten hierbei (alternativ und/oder zusätzlich) noch berücksichtigt werden.
| Anteil Gesamtfläche Heliosgelände |
Anteil Fläche derzeit unbebaut |
||
| Gesamtflächenbedarf minimal, ergibt eine Bruttogeschoßfläche von 27.500 |
15.500 | 39% | 54% |
| Gesamtflächenbedarf abzüglich 4.500 Schulhof als öffentlich nutzbare Fläche |
11.000 | 28% | 38% |
| Gesamtflächenbedarf abzüglich 3.000 für 3-fach Sporthalle (“unter der Erde”) |
8.000 | 20% | 28% |
Zahlenspiel 2
Annahme wie bei Zahlenspiel 1
| vorhandene Gebäude auf Gelände | Bestand | 11.300 |
| Schulgebäude, zuzüglich sonstiger Wege und Flächen | Schule | 6.000 |
| Schulhof, teils öffentlich nutzbar | Schulplatz | 5.500 |
| 3-fach Sporthalle (öffentliche / Vereinsnutzung möglich) | Sport 3F | 3.000 |
| 1-fach Sporthalle (öffentliche / Vereinsnutzung möglich) | Sport 1F | 1.000 |
| Restliches Gelände unbebaut | Frei | 13.200 |
| Summe | 40.000 |

Diagramm zur Tabelle Zahlenspiel 2
Zahlenspiel 3
Annahmen wie oben
| vorhandene Gebäude auf Gelände | Bestand | 11.300 |
| Schulgebäude, zzgl. Sonstiges | Schule | 6.000 |
| Schulhof teils öffentlich nutzbar | Schulplatz | 5.500 |
| 1-fach Sporthalle (öffentliche / Vereinsnutzung möglich) | Sport 1F | 1.000 |
| Restliches Gelände unbebaut | Frei | 16.200 |
| 3-fach Sporthalle (unter der Erde) | ||
| Summe | 40.000 |

Diagramm zur Tabelle Zahlenspiel 2
Zahlenspiel 4
Annahmen wie oben. Zusätzlich wird die Rheinlandhalle in das Schulkonzept mit einbezogen. Dort könnten in Form einer Multifunktonshalle die Aula und eventuell sogar die kleinere Einfachsporthalle einen Platz finden. Darüber hinaus gibt es gemeinsam genutzte Räume im mit ansässigen Initiativen aus dem Bereich Handwerk, Kultur und Kreativwirtschaft (Werkräume, Materiallager und Maschinen, Musikräume, Proberäume, Multimediatechnik, Kunst- und Ausstellungsräume, und vieles mehr).
| vorhandene Gebäude auf Gelände | Bestand | 11.300 |
| Schulgebäude, zzgl. Sonstiges | Schule | 5.500 |
| Schulhof teils öffentlich nutzbar | Schulplatz | 5.500 |
| Multifunktionale Rheinlandhalle (Annahme: 1500 m²) für Sporthalle 1F, Aula, Musik- und Kunsträume (Mischnutzung / Öffentliche Nutzung möglich) |
Rheinland | 1.500 |
| Restliches Gelände unbebaut | Frei | 17.700 |
| 1-fach Sporthalle in Rheinlandhalle Multifunktional | ||
| 3-fach Sporthalle (unter der Erde) | ||
| Summe | 40.000 |

Diagramm zur Tabelle Zahlenspiel 4
Schlussbemerkung
Die „Freifläche“ beinhaltet auch Raum für Wege, Zugänge und Gebäudezwischenräume, allerdings auch vorhandene Gebäude, wie zum Beispiel den „Burger King“.
Die angegebenen Zahlen bezüglich des Flächenbedarfs sind als Minimalanforderungen zu sehen. Demzufolge würden bei einer gewünschten verstärkten Mischnutzung und Einbeziehung des Umfeldes auch automatisch ein höherer Flächen- und Raumbedarf entstehen. Eine Kombination mit einer öffentlichen, städtischen Bibliothek benötigt mehr Raum, wie eine Schulbibliothek alleine.
Weitere Kooperationsmöglichkeiten, die sich schon fast aufdrängen würden:
- Blindenhörbibliothek der Stadt Köln (Zweigstelle)
- Volkshochschule Köln (Zweigstelle),
- Archiv und Bibliothek aus dem Musik-, Kunst-, Kultur- und Kreativbereich auf dem Heliosgelände
- Boarding House, Service-/Zeitwohnen, Studentenwohnen
Siehe auch „Grußwort“ der > Inklusiven Universitätsschule Köln an die Werkstätten,
dokumentiert auf > heliosforum.wordpress.com
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